Macron: Werden Wichtigen Ölhafen in Saudi-Arabien Schützen

Macron: Werden Wichtigen Ölhafen in Saudi-Arabien Schützen
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Um die Versorgung des Weltmarktes mit Öl aus Saudi-Arabien zu unterstützen, wird Frankreichs Militär ein wichtiges Ölterminal des Königreichs am Roten Meer schützen.

Dafür würden Soldaten, Radarsysteme und Systeme zur Verteidigung in die Hafenstadt Yanbu geschickt, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag den Sendern TF1 und France 2. Es gehe aber nicht darum, sich in Konflikte einzumischen.

Wichtige Pipeline Wurde Beschädigt

Saudi-Arabien war vor dem Iran-Krieg nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent und wichtigste Exporteur des Rohstoffs, der für die Weltwirtschaft von zentraler Bedeutung ist.

Die wichtige Ost-West-Pipeline bringt unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus große Mengen Öl von der Ostküste des Landes am Persischen Golf zur Verschiffung nach Yanbu am westlich gelegenen Roten Meer.

Die 1.200 Kilometer langen Röhren wurden nach Angriffen der von Iran unterstützten Huthi-Miliz aus dem Nachbarland Jemen vor rund zwei Wochen vorsorglich stillgelegt. Inzwischen soll laut Medienberichten wieder Öl durch die Pipeline fließen - allerdings wegen der Angriffsschäden deutlich weniger als zuvor. Die maximale Kapazität liegt bei bis zu sieben Millionen Barrel pro Tag.

Macron: Stabilisierung Von Yanbu Wird Spritpreise Drücken

Macron sagte, die Einrichtungen in Yanbu seien bei den Huthi-Angriffen "stark beschädigt" worden. Frankreich wolle sich nicht an einem Konflikt beteiligen, es gehe lediglich um den Schutz des wichtigen Ölterminals in Yanbu.

Täglich könnten über Yanbu fünf Millionen Barrel (Fässer zu je 159 Liter) Rohöl verladen werden, sagte Macron. Eine solche Menge habe direkte Auswirkungen auf den Spritpreis. Wenn sich die Lage dort entspanne, werde man das zwei Tage später auch an niedrigeren Preisen an der Tankstelle merken.

Spritpreise Setzen Macron Unter Druck

Macron steht innenpolitisch wegen der hohen Spritpreise unter Druck - ebenso wie US-Präsident Donald Trump, der von Verbündeten der USA mehr Engagement in der Region einfordert.

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Macron machte in dem Interview keine genauen Angaben dazu, wie viele Soldaten und welche militärischen Systeme nach Saudi-Arabien geschickt werden sollen. Seine Erwähnung von Radareinrichtungen legt jedoch die Vermutung nahe, dass es vor allem um Flugabwehr gehen dürfte, um mögliche Angriffe der Huthi mit Drohnen oder ballistischen Raketen abzuwehren.

Auch Großbritannien hatte Saudi-Arabien kürzlich defensive Militärhilfe im Kampf gegen die Huthi zugesagt - in Form von Flugzeugen zur Luftbetankung. Auf Nachfrage der Journalisten, ob auch ein Einsatz französischer Kampfflugzeuge geplant sei, antwortete Macron, das sei aktuell nicht vorgesehen.

Huthi-Rebellen Gefährden Ölexporte Nach Asien

Nach dem jüngsten Vormarsch der Huthi kontrolliert die schiitische Miliz die Küste des Jemens am Roten Meer und strategisch wichtige Inseln. Damit können die Huthi leichter saudische Schiffe am Durchfahren der Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ausgang des Roten Meeres hindern, die für Exporte nach Asien passiert werden muss.

Saudi-Arabiens Exportroute über das nördliche Rote Meer und den Suez-Kanal in Richtung Europa hingegen ist aktuell uneingeschränkt nutzbar.

Quelle: dpaÜber das Thema berichtete das ZDF mehrfach, etwa im Morgenmagazin am 14.09.2026 ab 05:30 Uhr.