Tankrabatt Startet: Entlastung Ja, Begeisterung Nein
Ab dem 1. Oktober greift der Tankrabatt der Bundesregierung. Aral sicherte zu: Wir geben die Senkung vollumfänglich an die Kunden weiter.
Kraftstoff wird dadurch vorübergehend günstiger. Viele Autofahrer, Pendler und Unternehmer begrüßen die Entlastung. Die Erwartungen bleiben jedoch gedämpft. Viele zweifeln daran, dass der Rabatt die eigentlichen Probleme löst.
Tankrabatt Keine Dauerlösung
Für Pendler wie Marcel Effenberg kommt die Maßnahme zur richtigen Zeit. Der 30-jährige Qualitätsprüfer fährt täglich 120 bis 140 Kilometer zur Arbeit und gibt monatlich rund 250 bis 300 Euro für Kraftstoff aus.
"Auch 20 oder 30 Euro sind 20 oder 30 Euro, die ich am Ende des Monats mehr habe", sagt der Brandenburger. Gleichzeitig betont Effenberg, dass der Tankrabatt keine dauerhafte Lösung sei.
Nötig seien ein besserer ÖPNV und mehr Elektromobilität.
Viele Autofahrer sehen das ähnlich. Ines Herzog hofft auf eine spürbare Entlastung, bleibt aber skeptisch: "Ich glaub's nicht so ganz, dass es so bleibt. Wenn doch, freu ich mich umso mehr."
Frank Petich hält den Rabatt grundsätzlich für richtig, aber für verspätet.
Bei Preisen von bis zu 2,20 Euro habe die Maßnahme deutlich stärker geholfen. Jetzt sei sie "immerhin schon was, aber nicht so viel, wie man erhofft hat".
Noch kritischer äußert sich Rene Borchert: "2,24 Euro minus 17 Cent, da bin ich immer noch bei über zwei Euro. Da freut mich nichts, weil es immer noch zu teuer ist."
Tankrabatt Ab 1. Oktober
Vom 1. Oktober bis 31. Dezember soll die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 14 Cent pro Liter gesenkt werden. Die Mehrwertsteuer eingerechnet, ergibt sich laut Regierung eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Bundestag und Bundesrat brachten dies unmittelbar vor dem letzten September-Wochenende auf den Weg. Bereits im Frühjahr hatte es einen zweimonatigen Tankrabatt gegeben.
Quelle: dpa
Logistik-Unternehmen Will Auf E-Fahrzeuge Umsteigen
Auch Unternehmen profitieren grundsätzlich von niedrigeren Kraftstoffkosten. Besonders betroffen ist die Logistikbranche. Bei der UNITAX Pharmalogistik GmbH Großbeeren gehören Diesel und Kühltechnik zu den wichtigsten Kostenfaktoren.
"Für uns ist der Dieselpreis einer der Hauptkostentreiber", sagt Geschäftsführer Bernd Schmider. "Je höher der Preis ist, desto höher werden auch die Transportkosten."
Trotzdem sieht Schmider den Tankrabatt kritisch.
Die Bundesregierung könne "jeden Euro nur einmal ausgeben". Aus seiner Sicht wäre es sinnvoller, Zukunftstechnologien stärker zu fördern. UNITAX habe sich dem 1,5-Grad-Ziel verpflichtet und wolle bis 2032 komplett auf Elektrofahrzeuge umsteigen und dann weitgehend CO₂-neutral arbeiten.
Fratzscher Sieht Tankrabatt Kritisch
Skeptisch blicken auch viele Tankstellenbetreiber auf den Start. Daniel Kaddik, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen, verweist auf die angespannte Lage vieler Betreiber: "Das ist ein Verlustgeschäft." Tankstellen erzielten inzwischen nur noch einen kleineren Teil ihres Umsatzes über Kraftstoffe.
Auch DIW-Präsident Marcel Fratzscher hält wenig vom Tankrabatt. Eine Energiepreispauschale wäre aus seiner Sicht wirksamer.
Doch Direktzahlungen oder Steuererleichterungen lehnte die Bundesregierung ab. Ein Tankrabatt komme schneller bei Autofahrern an.
Die meisten Befragten freut diese Entlastung. Gleichzeitig überwiegt die Einschätzung, dass der Tankrabatt zwar kurzfristig helfe, die eigentlichen Probleme hoher Energiepreise und der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aber nicht löst. Für viele ist er deshalb vor allem eines: eine Atempause auf Zeit.
Jan Meier berichtet aus dem ZDF-Landesstudio in Brandenburg.
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Quelle: dpaÜber dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, darunter das heute journal am 25.09.2026.
Vom 1. Oktober bis 31. Dezember soll die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 14 Cent pro Liter gesenkt werden. Die Mehrwertsteuer eingerechnet, ergibt sich laut Regierung eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Bundestag und Bundesrat brachten dies unmittelbar vor dem letzten September-Wochenende auf den Weg. Bereits im Frühjahr hatte es einen zweimonatigen Tankrabatt gegeben.
Quelle: dpa
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